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18.04.2010

Elke Urban (Schulmuseum - Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig)

| Bild: | "Mit meiner Teilnahme an den Friedensgebeten in der Leipziger Nikolaikirche und den anschließenden Demonstrationen wollte ich mit vielen Anderen vor allem ein Ziel erreichen: das Ende der DDR. Im Neuen Forum sprachen sich im Herbst 1989 nur sehr wenige für eine Wiedervereinigung aus. Ich hatte jedoch den Glauben an eine Reformierbarkeit der DDR längst verloren. Insbesondere die Abschaffung des DDR-Schulsystems und die Errichtung einer neuen, vielfältigen Bildungslandschaft waren mir wichtig. So bin ich regelmäßig mit einem selbstgebauten Pappschild zu den Leipziger Montagsdemos gegangen und habe Freie Schulen gefordert. Besonders froh bin ich darüber, dass ich mich dann zwischen 1989 und 1999 an der Gründung mehrerer Schulen in freier Trägerschaft beteiligen konnte."


Kurzvita
Elke Urban studierte in der ehemaligen DDR Musikerziehung und Französisch für das Lehramt. Jedoch war sie nur fünf Jahre als Lehrerin tätig. Stattdessen widmete sie sich ihrer Familie und der Erziehung ihrer fünf Kinder. Nach dem Zusammenbruch der DDR war Elke Urban vor allem als Schulgründerin aktiv. Dafür erhielt sie 1995 das Bundesverdienstkreuz. Seit 2000 ist sie Museumsleiterin im Leipziger Schulmuseum. Darüber hinaus ist Elke Urban Jurymitglied verschiedener Wettbewerbe, wie beispielsweise beim "Deutschen Schulpreis", beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten oder beim Förderprogramm "Demokratisch Handeln".