Hallo, ich bin Max, 16 Jahre, 175cm groß, 65kg schwer, schwarze Hose, schwarze Jacke und so düster wie meine Klamotten ist auch meine Stimmung. Es war kalt auf dem Bahnsteig, die S-Bahn ist brechend voll wie jeden Morgen. Mein Freund Dennis versucht mich aufzuheitern. Er hat immer verrückte Ideen. Er wettet mit mir um 20€, dass er es länger aushält als ich nicht zu reden. Meine Laune ist auf dem Nullpunkt, somit habe ich so oder so nichts zu sagen. Die Wette gewinne ich, also schlage ich ein. Wir schweigen uns an, wie fast jeder morgens in der S-Bahn. Plötzlich wird Dennis unruhig und fängt an komische Bewegungen zu machen. Er scheint mir etwas zeigen zu wollen, mein Blick folgt seiner Hand und dann sehe ich sie. Ich muss sofort grinsen und leicht kichern. Auf einmal dreht sie sich zu mir um und schaut mich an. Dann lächelt sie. Wenn ich bloß reden könnte, diese verdammte Wette, aber 20€ lässt man nun mal nicht leichtfertig sausen. Mir ist sofort klar, dass ich mich mit ihr pantomimisch verständigen muss, also winke ich und zwinkere ihr zu. Neben ihr sitzt eine großer schlanker Mann, so um die 40. Zu meinen Entsetzen zwinkert er zurück. Was mache ich jetzt bloß. Das Lächeln gefriert mir im Gesicht als der Typ aufsteht und auf mich zu kommt. Er beugt sich zu mir hinunter und fragt wie es mir geht. Ich antworte nicht, denn ich will die Wette nicht verlieren. Plötzlich prustet Dennis los, ich kann nicht anders und muss mitlachen. Dem Fremden scheint das peinlich zu sein. Er schiebt mir seine Visitenkarte in die Jackentasche und flüstert mir ins Ohr, „Ruf mich mal an". Als der Mann aussteigt sehe ich rüber und der Platz des Mädchens ist leer. Unwillig muss ich Fluchen, „verdammter Mist". Aber es kommt noch schlimmer. Dennis streckt mir die Hand entgegen und verlangt sein Geld. Sein Versuch mich aufzumuntern ist also gründlich fehlgeschlagen. Meine Laune ist jetzt total im Eimer.
Da Ich 1990, im Jahr der Wiedervereinigung, geboren bin, habe Ich den Wandel Deutschlands teilweise von Anfang an miterlebt. Ich kann mich noch an meine frühe Kindheit erinnern, als meine Eltern jeden Monat einmal noch in die ehemalige DDR gefahren sind, um Verwandten, die dort lebten, bei der Sanierung ihres Hauses zu helfen.
Später dann, bei Wochenendausflügen in die ehemalige DDR, sah ich selbst, wie es eigentlich im „Osten“ aussah und welcher Wandel dort stattfand. Die Häuser wurden saniert und neue Straßen wurden gebaut. Mein Vater erklärte mir, dass dies alles zum „Aufbau Ost“ gehöre und die Bürger und Länder Westdeutschlands diese Arbeiten tatkräftig unterstützten.
1997 wurde ich in die erste Klasse der Grundschule Niederdorfelden aufgenommen und in meiner Klasse war ein Junge Namens Dominik, der mit seiner Familie 1996 in meine Stadt gezogen ist. Er hatte einfach andere Ansichten vom Leben und ein etwas ausgeprägteres soziales Engagement. Er sagte immer, dass lieber alle etwas haben sollen und nicht nur er, als Einzelner. Dennoch hatte die ehemalige DDR eine eigene Infrastruktur, die sich erstmal der westdeutschen anpassen musste. Heute sind die Bürger West- und Ostdeutschlands von ihren Lebensstandards relativ gleich und in jedem Teil sind ähnliche Möglichkeiten auf Bildung, Erziehung und Ausbildung gegeben. Für mich persöhnlich gibt es kein Ost und West mehr, sondern wir sind alle zusammen „Ein Deutschland“.
Ich lebe nun sechszehn Jahre in der Stadt Offenbach am Main. Ich hab zwar schon vieles dort erlebt, doch das meiste, was ich dort erlebte, ist die Einsamkeit, die mich all die Jahre dort begleitet hat.
Viele Augenblicke mit Freunden, wo man nicht weiß, ob es überhaupt Freunde sind.
Doch letztes Jahr wurde alles anders. Ich lernte meine beste Freundin kennen und meinen Freund. Zwar kannte ich sie vorher schon, doch dieses Jahr lernten wir uns besser kennen. Wir brauchen keine Unterhaltung oder Beschäftigung. Es reicht wenn wir uns einfach in die Stadt setzen und uns wohl fühlen. Wir haben an jedem Ort dieser Stadt Spaß. Am Main, in der Stadt oder auch einfach in der Schule in den Pausen, zusammen fühlen wir uns überall wohl.
Mit ihm ist alles anders. Wir verstehen uns ohne Worte und geben uns das Vertrauen und die Geborgenheit die uns immer fehlte. Er wohnt am Rande eines Waldes, eines Waldes von Offenbach. Einfach im Wald spazieren zu gehen, man entdeckt eine andere Seite von Offenbach, eine schöne und friedliche Seite.
Durch das Jahr 2008 sehe ich meine Stadt ganz anders, von einer anderen Seite, die mir früher nie klar war, dass diese Seite dieser Stadt überhaupt existiert. Auch wenn man dies von dieser Stadt nicht erwartet, dass man auch schöne Augenblicke in dieser Stadt erleben kann. Ich dachte es auch nie, doch ich habe das Gegenteil kennengelernt.
In meinem Heimatland in Deutschland fühle ich mich einfach am wohlsten.
Das Mainufer ist wunderschön zum Fahrrad fahren, was ich im Sommer oft mit meiner besten Freundin oder meinem Bruder mache. Wir fahren meist von Offenbach aus in Richtung Frankfurt. In Frankfurt stoppen wir und setzten uns auf eine Bank am Mainufer und kaufen uns oft von den Booten die am Mainufer liegen etwas zu trinken. Man kann am Mainufer wunderbar entspannen.
Abends wird es am Mainufer romantisch. Die Sonne spiegelt sich beim Untergehen total schön im Wasser. Am Ufer gibt es ein paar Bänke, die etwas höher liegen und somit hat man eine weite Sicht auf den Main und die Umgebung. Es ist wunderschön abends am Main spazieren zu gehen.
Zum anderen ist für mich das Mainufer mein Lieblingsplatz, da sich dort auch mein ehemaliger Tanzclub befindet. In diesem Club habe ich schöne viele Stunden verbracht, wie zum Beispiel beim ,,Bambini-Tunier’’ oder dem Winterball.
Das Mainufer ist also mein absoluter Lieblingsplatz, da er für mich Abwechslung, Ruhe und Zeit für Freunde bedeutet.
Ich komme aus einer kleinen Stadt in Hessen. Dort wohne ich mit meiner ganzen Familie am Stadtrand. Unsere Straße führt direkt ins Feld, unser Haus ist das vorletzte dieser Straße.
Nach 10 Minuten Fußweg erreiche ich meinen Lieblingsort. Er ist mitten im Feld.
Für mich gibt es keinen schöneren Ort als diesen. Am liebsten klettere ich auf den Baum, blicke über die Landschaft, auf einen Reiterhof und bis zur nächsten Stadt. Man hat einen riesengroßen Ausblick und neben bei hört man den Bach im Hintergrund plätschern.
Ich kann dort ganz für mich sein, nachdenken und die Natur genießen. Ich war früher fast jeden Tag mit meiner damaligen besten Freundin dort. Leider ist sie weit weg gezogen und ich kann nur noch allein dort hin gehen. Wenn ich heute noch dort hin gehe, erinnere ich mich immer an wunderschöne Zeiten der Vergangenheit.
Bisher wusste keiner, dass dies mein Lieblingsort ist. Es ist schön zu denken „dieser Platz gehört mir, hier bin ich ungestört, hier gibt es keinen Stress, hier habe ich meine Ruhe.“ Deshalb ist dieser Ort, mein Lieblings Ort, in meiner Heimat, im Westen! =)
Für mich gibt es einfach nichts besseres als die Heimat in Deutschland. Hier fühle ich mich am wohlsten.
Es war Sommer 2007. Es war so heiß und trocken wie schon lange nicht mehr. Alle meine Freunde waren in den Urlaub verreist, unter anderem auch mein Freund und so dachte ich, ich würde die ganzen Sommerferien nur zu Hause sitzen und nichts tun.
Allerdings war meine beste Freundin ebenfalls nicht verreist. Das fehlte ja auch noch! Da hatte ich schon meine Freunde nicht mehr hier in Deutschland, und dann auch noch meine beste Freundin?! Das ging gar nicht!
Die erste Woche hatte ich nur rumgeheult, weil es so langweilig war. Meine beste Freundin tröstete mich, dass ich ja noch sie habe und mein Freund und der Rest ja auch wieder kommen würden.
So seufzte ich jeden Tag nur vor mich hin und langweilte mich. Meine beste Freundin Nicole und ich verabredeten uns jeden Tag, aber die meiste Zeit wussten wir nicht, was wir bei dem warmen Wetter machen sollten. So saßen wir immer nur im Garten und genossen die Sonne.
Ab der 2. Woche, die endlich angefangen hatte und es nicht mehr all zu lange dauern würde bis meine Freunde wieder kommen würden, wurde es dann schon besser. Wir entdeckten, dass man auch in Deutschland, auch wenn man nicht in den Urlaub geflogen ist, spannende Dinge unternehmen kann. Wir gingen ins Kino, ins Freibad, abends mal etwas trinken und genossen einfach die Zeit mit einander, auch wenn wir nur zu 2. waren.
Wir kamen sogar auf die verrückte Idee in unserem guten alten Offenbach, in der Spießstraße 72 im eigenen Hausgarten, wo meine beste Freundin Nicole wohnte, zu zelten. Anfangs kamen wir uns etwas bescheuert in unserem kleinen 2-Mann-Zelt vor, aber dann wurde es total lustig. Wir nahmen eine kleine Flasche Sekt mit, den Laptop, etwas zu Naschen und jede Menge gute Laune. Die Nacht verlief total blöde. Es regnete nachts plötzlich, jedoch wollten wir nicht ins Haus gehen. Morgens wachten wir auf mit einem durchnässten Schlafsack und einer total nassen Zeltwand. Wir fanden es aber nicht schlimm sondern mussten eher lachen. Man merkt, wir hatten sehr viel Spaß und ehe wir uns versahen, kam mein Freund wieder und der Rest der Freunde auch. Glücklich waren wir schon, doch wir hatten sie zum Schluss gar nicht mehr so vermisst. Sie hatten viel vom Urlaub und ihren Erlebnissen zu erzählen und als sie sagten: "Na, habt ihr euch wenigstens schön gelangweilit?" antworteten wir nur mit einem Grinsen: "Nein, ganz im Gegenteil. Wir hatten aufregende Erlebnisse und sehr viel Spaß in unserer Heimatstadt Deutschland, in unserem guten alten Offenbach am Main."
Ich spiele in zwei Vereinen Fußball. Der eine Verein heißt TuS 1860 Magdeburg-Neustadt. Dort spiele ich in der D-Jugend, und zwar in der Landesliga 2. Der andere Verein ist ein besonderer Verein - unser Schulleiter Heinrich Wiemeyer hat zusammen mit Sportlehrer Werner und anderen "Fußballverrückten" am Norbertusgymnasium den SC Norbertus aus der Taufe gehoben. Der Verein beteiligt sich nicht am Spielbetrieb des Landesfachverbandes Fußball, sondern veranstaltet Turniere und unternimmt Fahrten zu Turnieren in Ost- und Westdeutschland - manchmal auch im Ausland.
Eine besondere Fahrt führte uns, die Kicker des SC Norbertus, von Magdeburg nach Bremen, wo zunächst eine Führung durchs Weserstadion auf dem Programm stand. Danach fand auf einem Sportplatz neben der großen Fußballarena ein Kick gegen die Jugendmannschaft des SV Werder Bremen statt. Irgendwie erinnert einen das an die biblische Geschichte vom kleinen David und dem Riesen Goliath - eine Auseinandersetzung, die der Kleine mit Hilfe der richtigen Waffe (Steinschleuder) gewann. Irgendwie dachten wir tatsächlich (vor dem Spiel), dass wir - wie David - eine klitzekleine Chance gegen Goliath (Werder Bremen) haben würden. Aber dazu fehlten uns alle Waffen. Aber vielleicht war die biblische Geschichte ja doch zutreffend - wenn man sie auf unsere 1:13-Niederlage anwendet, dann hier war offenbar das Tor gemeint, das man so schnell gegen solche Fußballriesen wie die von Werder Bremen auch nicht erzielt.
Die Bedingungen war sowieso schwierig, weil wir 2 x 35 Minuten auf dem Großfeld spielen mussten, obwohl unsere Mannschaft aus D- und E-Jugendspielern bestand, die bislang ausschließlich auf dem Kleinfeld im Einsatz waren.
Werder war uns das ganze Spiel über technisch überlegen, kämpferisch haben wir aber gut dagegengehalten. Und unser Keeper Daniel hat zwischendurch auch mal Unhaltbare gehalten. 8 Minuten lang durften wir vom Wunder an der Weser träumen, hatten da das Glück für uns gepachtet. Dann brach das Unglück über uns hinein. Neun Tore fielen noch bis zur Halbzeit.
Und doch geschah in der zweiten Halbzeit vorübergehend ein kleines Wunder (das natürlich nur äußerst begrenzt mit dem biblischen Wunder zu vergleichen ist): Heinrich Wiemeyer, mein Schulleiter, der größte Fan des Teams und Chronist und Fotograf dazu, hat das so beschrieben:
"Jan gelang nämlich der Ehrentreffer; irgendwie hatte er es geschafft, auf der
halbrechten Seite ungestört in Richtung des Werder-Tores zu kommen und mit einem coolen
Heber beförderte er das Runde über Bremens Torhüter hinweg in das berühmte Eckige."
Mein Vater hat mir erzählt, dass er unmittelbar nach dem Tor einen Anruf erhielt (von Riccardo Fiedler, einem der Väter-Fans, die uns begleitet haben), etwa so:
"Heiner, Du wirst nicht glauben, was gerade passiert ist. Jan, der Chancen-Tod, hat gerade ein Tor gegen Werder Bremen geschossen!"
Also doch ein Wunder ...
Freitag der 26.7.2008
Als auch die letzten Mauern fielen
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Im Prinzip war es ein Tag wie jeder andere.
Damals waren die Sommerferien in NRW schon 4 Wochen am laufen.
Es war schwül und heiß, und ich wette, keiner hat in der Nacht zum 26. wirklich geschlafen. Dies sollte aber nicht an der Wetterlage liegen, nein!
Es lag an einem Event und zu meinem "Glück" sollte dieses Event hier statt finden: In meinem Garten, in meinem Haus, hier in Recklinghausen.
Als ich an diesem Tag aufstand, hätte ich niemals damit gerechnet, dass dieses "Event", auf das ich gleich näher eingehen möchte, so ein Ausmaß haben würde. Das sogenannte Event sollte eine kleine Party sein.
Ich hatte viel Kontakt zu verschiedenen Leuten aus ganz Deutschland und um mal ein wenig Stimmung in den langweiligen Sommer zu bringen, lud ich sie alle ein.
9:50 Uhr. Es kam ein Zug an.
Verwundert nahm ich zur Kenntnis, dass tatsächlich 8 Gäste auf einem Schlag ausstiegen, immerhin mehr als ich gedacht hatte. Am Ende des ersten Abends sollten wir schon 25 sein.
Nun saßen wir dort, in meiner kleinen Gartenlaube, mit kalten Getränken und ordentlich viel Junk-Food und ich schaute mir meine Gäste genauer an.
Natürlich kannte ich sie alle sehr gut, aber mich brachte der Anblick so vieler Menschen zum Überlegen.
In dieser kleinen Laube saßen so viele verschiedene Leute.
So viele kamen aus verschiedenen Bundesländern und einer kam sogar aus
der Schweiz. Ich sah Leute aus Hessen, welche aus Bayern, Leute aus dem schönen Niedersachsen und Sachsen Anhalt, Leute aus Thüringen und Baden Württemberg, Rheinland Pfalz, Schleswig Holstein und natürlich auch welche aus dem sonnigen Nordrhein Westfalen.
Im Prinzip hatte ich so viele Menschen aus Deutschland vereint. Welch ein Gefühl!
Nun waren auch die letzten Mauern gefallen. Es war ein Gefühl von...wie soll man es beschreiben?
Es war egal, wo wir waren, wo wir uns aufhielten. Diese Laube, in der wir saßen, war wie ein eigenes Land, eine eigene Welt, ein eigenes Sein.
Jegliche Vorurteile schienen vergessen zu sein. Wir lachten, teilten Gedanken...und dies sollte die nächsten drei Tage so sein!
Mehrere Nächte machten wir durch, einfach weil uns die Zeit, die wir zusammen hatten, ZU kostbar war. Da durfte man diese ja nicht verschlafen,oder?
Diese drei bis fünf Tage lebten wir fern von Sorgen und Bedenken.
Wir grillten, machten Pool-Feten, verbrachten die Nacht draußen und lebten einfach.
Wir sehen uns mittlerweile wie eine große, gemischte Familie und soll ich ehrlich sein? Das ist auch gut so!
Als meine Freunde dann am Montag zurück fuhren sollten, war es plötzlich totenstill. Sie alle wussten, dass nun eine Art von Trennung bevor stand...nicht für immer ABER für eine ziemlich lange Zeit. Tränen flossen, letzte Witze wurden gebracht und die ersten gingen.
Keiner von ihnen vergaß die Stimmung, die Brüderlichkeit und die Freude, welche auf der Party herrschte und keiner von Ihnen will sie je vergessen.
Und am 26.7.2008 wurde die Stille gebrochen, am Tag an dem auch die letzten Mauern fielen.
Vielen Dank fürs Lesen!
By Denise Martschin