Als auch die letzten Mauern fielen... (von Denise Martschin)
Freitag der 26.7.2008
Als auch die letzten Mauern fielen
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Im Prinzip war es ein Tag wie jeder andere.
Damals waren die Sommerferien in NRW schon 4 Wochen am laufen.
Es war schwül und heiß, und ich wette, keiner hat in der Nacht zum 26. wirklich geschlafen. Dies sollte aber nicht an der Wetterlage liegen, nein!
Es lag an einem Event und zu meinem "Glück" sollte dieses Event hier statt finden: In meinem Garten, in meinem Haus, hier in Recklinghausen.
Als ich an diesem Tag aufstand, hätte ich niemals damit gerechnet, dass dieses "Event", auf das ich gleich näher eingehen möchte, so ein Ausmaß haben würde. Das sogenannte Event sollte eine kleine Party sein.
Ich hatte viel Kontakt zu verschiedenen Leuten aus ganz Deutschland und um mal ein wenig Stimmung in den langweiligen Sommer zu bringen, lud ich sie alle ein.
9:50 Uhr. Es kam ein Zug an.
Verwundert nahm ich zur Kenntnis, dass tatsächlich 8 Gäste auf einem Schlag ausstiegen, immerhin mehr als ich gedacht hatte. Am Ende des ersten Abends sollten wir schon 25 sein.
Nun saßen wir dort, in meiner kleinen Gartenlaube, mit kalten Getränken und ordentlich viel Junk-Food und ich schaute mir meine Gäste genauer an.
Natürlich kannte ich sie alle sehr gut, aber mich brachte der Anblick so vieler Menschen zum Überlegen.
In dieser kleinen Laube saßen so viele verschiedene Leute.
So viele kamen aus verschiedenen Bundesländern und einer kam sogar aus
der Schweiz. Ich sah Leute aus Hessen, welche aus Bayern, Leute aus dem schönen Niedersachsen und Sachsen Anhalt, Leute aus Thüringen und Baden Württemberg, Rheinland Pfalz, Schleswig Holstein und natürlich auch welche aus dem sonnigen Nordrhein Westfalen.
Im Prinzip hatte ich so viele Menschen aus Deutschland vereint. Welch ein Gefühl!
Nun waren auch die letzten Mauern gefallen. Es war ein Gefühl von...wie soll man es beschreiben?
Es war egal, wo wir waren, wo wir uns aufhielten. Diese Laube, in der wir saßen, war wie ein eigenes Land, eine eigene Welt, ein eigenes Sein.
Jegliche Vorurteile schienen vergessen zu sein. Wir lachten, teilten Gedanken...und dies sollte die nächsten drei Tage so sein!
Mehrere Nächte machten wir durch, einfach weil uns die Zeit, die wir zusammen hatten, ZU kostbar war. Da durfte man diese ja nicht verschlafen,oder?
Diese drei bis fünf Tage lebten wir fern von Sorgen und Bedenken.
Wir grillten, machten Pool-Feten, verbrachten die Nacht draußen und lebten einfach.
Wir sehen uns mittlerweile wie eine große, gemischte Familie und soll ich ehrlich sein? Das ist auch gut so!
Als meine Freunde dann am Montag zurück fuhren sollten, war es plötzlich totenstill. Sie alle wussten, dass nun eine Art von Trennung bevor stand...nicht für immer ABER für eine ziemlich lange Zeit. Tränen flossen, letzte Witze wurden gebracht und die ersten gingen.
Keiner von ihnen vergaß die Stimmung, die Brüderlichkeit und die Freude, welche auf der Party herrschte und keiner von Ihnen will sie je vergessen.
Und am 26.7.2008 wurde die Stille gebrochen, am Tag an dem auch die letzten Mauern fielen.
Vielen Dank fürs Lesen!
By Denise Martschin




