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19.01.2010

Jessica: "Ich komme zurück."

| Bild: | Jessica Schulze ist selbstbewusst, sie weiß, was sie will. Jessica kommt aus einem kleinen Dorf. Ihr Vater ist Elektromeister, die Mutter beim Forstamt angestellt. Der Vater von Jessica hat eine Scheune zur Vereinskneipe ausgebaut, in der seit Jahren die Dorffeste einen festen Raum haben. Jessica mag ihr Dorf. Die Dorffeste bereitet sie mit vor, ihrem Vater zu helfen, das ist für sie selbstverständlich.

50 Bewerbungen hatte sie geschrieben, um eine Ausbildungsstelle zu bekommen. Sie konnte auf einen Realschulabschluss verweisen, für den sie zehn Jahre zur Schule gegangen war und der ihr ein solides Grundwissen attestiert.

Von zwei Betrieben hatte sie eine Zusage erhalten. Inzwischen lernt sie im zweiten Ausbildungsjahr den Beruf der Bürokauffrau. Die Arbeit in einem großen Autohaus erledigt sie gern, sie hat Freude an ihrer Arbeit. Hier muss sie nicht den ganzen Tag vor dem Computer sitzen, ist oft im Verkaufsraum und im Lager, hat mit den Kunden zu tun. Eigentlich wollte sie Werbekauffrau werden, vielleicht wird sie das auch noch, auf jeden Fall hat Jessica vor, nach der Lehrausbildung das Fachabitur nachzuholen. Sie kann sich auch vorstellen zu studieren.

Dankbar ist Jessica ihren Eltern, ohne deren vorgelebte Zuverlässigkeit, ohne deren vorgelebtes Bürgerengagement würde sie nicht so selbstbewusst und zuverlässig sein, betont sie. Ihre Zuverlässigkeit wird von ihren Lehrern des Oberstufenzentrums bestätigt. In ihrer Berufsschule herrsche ein gutes Klima, sie kommt gerne hierher. Bald wird auch die neue Sporthalle fertig, deren Bau Mitte Juni begonnen hat.

Ihre Zukunft ist nicht bis in jede Einzelheit geplant. Sie will sich erst einmal um ihre Ausbildung kümmern und beruflich Fuß fassen, bevor sie an Kinder denkt. Mit Mitte 20 kann sie sich das vorstellen. "Erst will ich meine Zukunft aufbauen, dann möchte ich ein Kind bekommen", erzählt Jessica. "Vielleicht auch zwei!", fügt sie hinzu. In fester Partnerschaft lebt sie ja schon.

Falls Jessica aus beruflichen Gründen ihr Dorf einmal verlassen sollte, dann nur zeitweilig. Zurückkehren will sie auf jeden Fall. Zu wichtig sind ihr die familiären Bindungen, die Orte ihrer Kindheit, die dörfliche Gemeinschaft. Außerdem wären in ihrem Freundeskreis alle bodenständig, sagt Jessica.